Ramses‘ Gedichte

Ramses hat trotz seines Jobs als Chef der Katzen-WG und seiner Vorbereitungen zur Wiederwahl noch genug Zeit, seine lyrische Ader auszuleben.

Im Normalfall fügt Ramses die Gedichte in seine Beiträge ein. Damit sie aber nicht untergehen, wollen wir sie hier auch nochmal präsentieren.

Schnurrinchen als Gastkatzen bei Coco und Nanju

 

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Zum Beitrag: Schnurrinchen als Gastkatze (vom 29.03.2016)

Hier bei Schnurrinchen schwingt ein jeder
nicht nur den Schwanz. Nein, auch die Feder
Und schreibt Artikel und Geschichten.
Wir haben ganz viel zu berichten.

Yukis Ressort ist Sport und Spiel.
Darüber weiß er ziemlich viel.
Verblüffend, manchmal sonderbar
Ist seine Rubrik „Ist es wahr…?“

Quietschie dagegen ist besessen
von einem Thema: Rund ums Fressen.
Was sie am allerliebsten hätt’
sind Leckerlis im Fummelbrett.

Was Brownie will, ist ja bekannt:
Protest, Revolte, Widerstand.
Sie will wohl ihre Macht erweitern.
Doch ihre Pläne werden scheitern.

Denn weiß man doch aus dem Effeff:
Nur Ramses ist der wahre Chef!
Gekratzt wird nur am Kratzebaum.
An meiner Position wohl kaum.

Mit viel Wonne auf der Tonne

Ramses Kratztonne

Zum Beitrag: Mit viel Wonne auf der Tonne (vom 09.09.2015)

Mit großer Lust und ganz viel Wonne
Lieg ich auf meiner Lieblingstonne.
Ein Meter hoch, nicht ganz so breit –
Ein Sinnbild für Gemütlichkeit.
Es ist bequem und kuschelweich.
Von hier aus schau ich auf mein Reich.

Was heckt wohl Brownie derzeit aus?
Fängt Yuki wieder mal ’ne Maus?
Wohin will Quietschie gerade geh’n?
Von hier aus kann ich alles seh’n.
Aus schön erhöhter Position
Auf meinem kleinen Katzenthron.

Ode zum Weltkatzentag

Ramses Weltkatzentag

Zum Beitrag: Weltkatzentag – Ode an die Katzen (vom 08.08.2015)

Hört alle her! Und hoch die Tatzen!
Denn heute ist der Tag der Katzen.
Füllt euer Glas mit reichlich Sekt.
Und unsern Napf mit was, das schmeckt.
Das kann ruhig mal gefeiert werden:
Wir sind die schönste Art auf Erden.

Wer würde das in Frage stellen?
Etwa die Hunde, die laut bellen?
Das nervt allein schon, dieser Krach.
Zudem sind sie noch willensschwach.
Und man muss ständig Gassi geh’n.
Ich werd die Hunde nie versteh’n.

Und überhaupt, kein anderes Tier
Ist so perfekt und süß wie wir.
Wer krault schon gern ein Krokodil?
Ne Ziege meckert viel zu viel.
Ein Pferd dagegen ist zu brav.
Das Blöken nervt mich sehr beim Schaf.

Ne Ratte ist nicht grade klug.
Ein Fisch ist nicht verschmust genug.
Etwas zu lausig ist der Affe.
Etwas zu groß ist die Giraffe.
Die kann zwar über Dächer schauen.
Doch kann sie auch so schön miauen?

Wer kann so schön die Zeit verschwenden?
Sich putzen, kuscheln, Haare spenden?
Wer kann sich an den Menschen schmiegen?
Oder mal faul im Schlafring liegen?
Wer kann so gut am Kratzbaum kratzen?
Das ist doch logisch: Nur die Katzen!

Drum diesen Tag heut im August
Du unbedingt dir merken musst.
Und eigentlich, das ist doch klar,
Reicht da nicht bloß ein Tag im Jahr.
Weil jeder uns doch so sehr mag
Ist JEDER Tag Weltkatzentag.

Oh Ruby, schön wie ein Rubin!

Ramses schmachtet Ruby an

Zum Beitrag: Oh Ruby, schön wie ein Rubin! (vom 10.07.2015)

Oh Ruby, schön wie ein Rubin!
Du bist wie reinstes Dopamin.
Denn ich hab lauter Glücksgefühle
Und springe über Tisch und Stühle
Wenn ich Dein Foto sehen darf.
Ich muss schon sagen: Du bist scharf.
Dein Fell erstrahlt in schwarz-rot-weiß.
Mir wird ganz warm, ja richtig heiß.
Bildhübsch vom Schwanz bis zu den Ohren
Ich glaub, ich hab mein Herz verloren.

Von allen edlen Katzendamen
Hast Du den allerschönsten Namen.
Das R, das steht für „Rasse“, klar.
Denn Du bist rassig, sehr sogar.
Das U bedeutet: „unbeugsam“.
Denn welche Katze ist schon zahm?
Das B wohl für „bezaubernd“ steht
Für die Magie, die Dich umweht.
Und englisch wird’s beim Ypsilon.
für „yummy“, aber sowas von.

Dein Blick hat mich sofort betört.
Da ist nur eines, was mich stört:
Bei Dir wohnt Loui, dieser Kater
Das riecht nach Missgunst und Theater.
Der Stinker soll sich besser schleichen.
Er kann mir nicht das Wasser reichen.
Muss er denn wirklich bei Dir bleiben?
Kann er so gut Gedichte schreiben?
Ist er als Chef genauso tüchtig?
Herrgott! Ich werd schon eifersüchtig.

Drum wünsch ich mir zu meinem Glück:
Schreib bitte möglichst bald zurück.
Ich möchte wissen: Hast Du auch
solch Schmetterlinge drin im Bauch?
Hast Du den ollen Ramses gern?
Oder liegt Dir das allzu fern?
Sag mir, wie soll es weitergeh’n?
Darf ich Dich künftig öfter seh’n?
Du bist wie reinstes Dopamin.
Oh Ruby, schön wie ein Rubin!

Frühlingsgefühle

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Zum Beitrag: Frühlingsgefühle (vom 20.03.2015)

Es liegt kein Schnee mehr weit und breit.
Die Uhren geh’n nach Sommerzeit.
Es blüht so mancher bunte Strauch.
Der Krokus kommt. Narzissen auch.
Am Himmel seh ich Storch und Kranich
Und denk mir so – halb deutsch, halb spanisch –
La Primavera, du bist schön.
Ach Frühling, du sollst nie vergeh’n.
 
Den Frühjahrsputz kann Quietschie machen.
Ich kümmer mich um and’re Sachen:
Spazierengeh’n, Insekten jagen,
Im Sonnenschein ein Tänzchen wagen,
Herumtollen und laut miauen,
Ein eigenes Osternest mir bauen.
Darauf leg ich mich lang und breit
Und gönn mir Frühjahrsmüdigkeit.

Der Frühling – Ein Wintergedicht

Ramses

Zum Beitrag: Mein Winter-Blues (vom 24.01.2015)

Die Kälte mich erzittern lässt,
der Wind mir um die Nase bläst.
Die Tage viel zu dunkel sind,
ab siebzehn Uhr wird man schon blind.
Nun fällt noch Schnee, oh was ein Graus,
da kann ich ja nicht mal mehr raus.
Den Winter, nein, den mag kein Schwein,
Da frag ich mich, muss der denn sein?

Viel lieber ich die Wärme hätt’,
dann läg ich draus im Blumenbett,
Ich tät so manche Fliege fangen,
viel mehr will ich ja nicht verlangen.
Um acht würd ich spazierengeh’n,
und könnte auch noch etwas seh’n.
Den Frühling, den mag groß und klein
Da sag ich mir, der wär’ jetzt fein.