Katzenklappe einbauen – Was man dabei beachten muss

Vor kurzem hatten wir eine Idee, wie wir unser Leben ein wenig verbessern können. Wir haben ja so eine schöne Terrasse, auf die wir gerade bei gutem Wetter gerne rausgehen. Bisher musste uns dafür aber immer jemand die Terrassentür oder ein Fenster im Wohnzimmer öffnen. Wenn wir morgens in der Dämmerung raus wollten, hatten wir dann immer das Problem, das unsere Lieblingsmenschen noch geschlafen haben. Selbst mit großem Radau konnten wir sie nicht wecken bzw. dazu bewegen, aufzustehen und uns das Fenster aufzumachen. Und wenn sie nicht zuhause waren, konnten sie das ja sowieso nicht. Eine Lösung musste also her.

Gesagt, getan. Wir haben ein wenig im Internet recherchiert und uns dafür entschieden, eine Katzenklappe einbauen zu lassen. Innerhalb von zwei Wochen war dies schon erledigt und alle waren glücklich. Naja, mehr oder weniger. Davon möchte ich euch heute berichten.

Die richtige Katzenklappe finden

Zunächst einmal mussten wir die passende Katzenklappe für uns finden. Es gibt so viele Verschiedene im Angebot, dass wir erstmal gar nicht wussten, welche wir kaufen sollten. Nach folgenden Kriterien kann man eine Katzenklappe auswählen:

Chipsteuerung

Diese bietet die Möglichkeit zu steuern, welche Katzen die Klappe benutzen können. Dafür wird der Mikrochip, den wir Katzen mittlerweile fast alle haben, ausgelesen und die Klappe nur dann geöffnet, wenn der Chipcode dort eingespeichert ist. Das ist vor allem dann wichtig, wenn auch fremde Katzen Zugang zu der Klappe haben und diese benutzen könnten, um in die Wohnung bzw. ins Haus zu kommen. Das ist natürlich im Normalfall nicht gewünscht und so kann man die Klappe nur für die eigenen Katzen freischalten.
Da unsere Klappe nur auf unsere gesicherten Terrasse führen soll, auf die keine fremde Katzen Zugang haben, benötigen wir eine solche Chipsteuerung aber nicht.

Größe

Die meisten Katzenklappen haben die Standardgröße von ca. 14,5 x 14,5 cm. Ja, wir Katzen sind sehr wendige Tiere und kommen da auch durch. Aber ganz ehrlich, bequem ist das nicht. Und gut für den Rücken sowieso nicht. Aber Gott sei Dank gibt es einige Anbieter, die da mitgedacht haben und einen größeren Durchgang anbieten. Wir haben uns für eine solch größere Katzenklappe entschieden und würden jedem empfehlen, das auch zu tun.

Zeitsteuerung / 2-Wege-Verschluss / 4-Wege-Verschluss

Bei fast jeder angebotenen Katzenklappe gibt es die Möglichkeit, diese zeitweise zu sperren, so dass wir Katzen nicht mehr durchkommen. Bei den 2 und 4-Wege-Verschlüssen muss man das manuell ein- und wieder abstellen, bei der Zeitsteuerung kann man es einprogrammieren. Will man z.B. dass die Katze nachts im Haus bleibt, kann man einstellen, dass sich die Klappe zwischen 22 und 8 Uhr nicht öffnen läßt.
Beim 4-Wege-Verschluss kann man zusätzlich einstellen, dass wir Katzen die Katzenklappe entweder nur nach außen oder nur nach innen öffnen können. Wofür diese Einstellung gut sein soll, haben wir allerdings bis heute nicht verstanden. Wer will denn, dass die Katze zwar rausgehen kann, dann aber nicht wieder reinkommt? Das wäre ja ziemlich gemein. Andersherum kann man das eventuell noch eher nachvollziehen. Die Katze ist draußen, soll zwar noch wieder rein-, danach aber nicht mehr rauskommen.
Ich muss allerdings sagen, dass ich generell die Möglichkeit, eine Katzenklappe zeitweise zu sperren, nicht sehr gut finde. Woher sollen wir Katzen denn wissen, wann wir durchgehen können und wann nicht? Wir stehen dann stundenlang vor der Klappe, wollen sie öffnen und verstehen nicht, warum das auf einmal nicht mehr klappt. Ganz schön frustrierend. Ich persönlich würde von dieser Option nur im äußersten Notfall Gebrauch machen. Nämlich, wenn wir Katzen krank sind und daher nicht raus dürfen oder wenn es aus anderen Gründen zur Zeit für uns gefährlich ist, rauszugehen, z.B. an Halloween für schwarze Katzen. Dann würde ich aber zusätzlich noch etwas vor die Klappe stellen oder anderweitig für uns Katzen offensichtlich machen, dass derzeit kein Durchgang möglich ist. Das verhindert unnötige Frustrationen.

Nach unseren langen Recherchen haben wir uns für die Cat Mate Katzenklappe für große Katzen und kleine Hunde von Rosewood entschieden.

Brownie KatzenklappeBrownie bewacht den Eingang der Katzenklappe

Katzenklappe einbauen

Nun lag also die passende Lösung bei uns zuhause und wir mussten uns nur noch überlegen, wie und wo wir die Katzenklappe einbauen wollten. Wir haben uns entschieden, sie in das kleinere Wohnzimmerfenster zu integrieren. Das konnten wir aber natürlich nicht selber machen und haben daher einen Glaser beauftragt. Der hat uns drei Möglichkeiten genannt, wie das umgesetzt werden kann. Puh, so viele Entscheidungen innerhalb kurzer Zeit. So kompliziert hatten wir uns das gar nicht vorgestellt.

Einbau direkt in die Glasscheibe

Bei dieser Variante wird ein Loch in der Größe der Katzenklappe direkt in die Glasscheibe geschnitten und diese dort eingebaut. Das ist sicher die attraktivste Lösung, aber leider auch die teuerste. Bei einer Scheibe in der Größe einer normalen Terrassentür muss man dafür ungefähr mit 1.000 € rechnen. Da wir uns für das kleinere Fenster im Wohnzimmer entschieden hatten, wäre es zwar etwas günstiger geworden, aber immer noch definitiv zu teuer.

Einbau in eine Sandwichplatte und Glasscheibe darüber

Eine zweite Möglichkeit ist die Aufteilung in eine Sandwichplatte im unteren Bereich und einer Glasscheibe im oberen Bereich des Fensters. Hierbei wird die Katzenklappe in eine weiße Sandwichplatte eingebaut, die in den unteren Bereich der Terrassentür bzw. des Fensters eingesetzt wird. Darüber wird eine normale Glasscheibe eingebaut. Die Größe der Sandwichplatte kann man frei wählen, meist wählt man sie abhängig von der Größe der Katzenklappe. Der Vorteil bei dieser Variante ist der deutlich günstigere Einbau, da nicht direkt in die Glassscheibe geschnitten wird. Man bezahlt hierfür ungefähr 500-700€, je nach Größe des Fensters und der Sandwichplatte.

Ersatz der kompletten Glasscheibe durch eine Sandwichplatte

Eine weitere Variante, die aber wahrscheinlich nur in seltenen Fällen zum Einsatz kommt, ist der komplette Austausch der Glasscheibe durch eine Sandwichplatte. Der Vorteil ist der deutlich günstigere Preis, er liegt zwischen 150 und 300€. Großer Nachteil ist natürlich, dass durch den Wegfall der Glasscheibe der Raum deutlich dunkler wird. Gibt es eh wenig Licht im Raum, ist diese Variante nicht empfehlenswert.

Wir haben uns aber trotzdem genau dafür entschieden. Ein Grund war sicher der unschlagbar günstige Preis. Aber vor allem kam durch das Fenster eh nicht so wahnsinnig viel Licht und wir haben viele weitere Fenster im Wohnzimmer, so dass der Wegfall der Lichteinstrahlung nicht so gravierend war. Außerdem wird gerade nebenan ein neues Haus gebaut und man kann jetzt schon erkennen, dass man von dort direkt in unsere Wohnung wird schauen können. Durch die Sandwichplatte sind wir nun etwas geschützter vor neugierigen Blicken. Also zwei Fliegen mit einer (Katzen-)klappe geschlagen. 🙂

Die alte Glasscheibe lagern wir übrigens im Keller. Wenn wir irgendwann umziehen, können wir diese also ganz schnell wieder einsetzen lassen.

Noch günstiger ist es natürlich, wenn man die Katzenklappe in eine Tür einbauen kann. Bei einer Holztür läßt sich das mit etwas handwerklichem Geschick alleine erledigen. Dann bleiben einem nur die Kosten für die Katzenklappe und eventuell Material für den Einbau.

Fertiger Einbau der Katzenklappe Fertiger Einbau der Katzenklappe

Die Katzenklappe benutzen

Tja, nun hatten wir endlich die ersehnte Katzenklappe und man könnte meinen, dass wir darüber total glücklich waren. Aber statt uns zu freuen und gleich begeistert rein und rauszugehen, haben wir bemerkt, dass wir gar keine Ahnung haben, wie man die Klappe denn nun benutzen kann. Schließlich war uns das Prinzip ja total fremd. Also haben wir die Klappe erstmal zwei Tage lang komplett ignoriert.

Dann hatte unsere Fitnesstrainerin aber eine Idee, wie sie uns die Klappe nach und nach näher bringen konnte. Im ersten Schritt hat sie einfach etwas unter die Klappe gestellt, so dass sie rund um die Uhr offen stand. Das hat uns natürlich neugierig gemacht und wir haben schnell verstanden, dass es nun ein „Loch“ im Fenster gibt, durch das wir jederzeit raus und rein gehen können. Nach ein paar Tagen hatten wir uns schon so daran gewöhnt, dass wir diese neue Freiheit nicht mehr missen wollten. Als unsere Fitnesstrainerin also nach ein paar Tagen die Klappe von mal zu mal weniger geöffnet hat, waren wir motiviert, herauszufinden, wie wir sie selber öffnen und durchschlüpfen können. Wir vier haben dabei alle unser eigenes „Lerntempo“ gehabt, haben uns aber gegenseitig motiviert, wenn wir gesehen haben, dass eine der anderen Katzen draußen ist.

Bei der Cate Mate von Rosewood ist der Magnet, der dafür sorgt, dass sich die Katzenklappe nach dem Durchgehen wieder schließt, ziemlich stark. Das hat uns vor das Problem gestellt, dass wir sehr fest mit der Pfote bzw. mit dem Kopf gegen die Klappe drücken müssen, um sie zu öffnen. Aber auch das haben wir mit der Zeit gelernt.

An der Klappe gefällt uns auch nicht so gut, dass sie nach dem Durchgehen, wahrscheinlich auch wegen des starken Magneten, so schnell zufällt, dass sie uns manchmal auf den Schwanz fällt. Das ist nicht so angenehm. Aber bis auf Brownie haben wir mittlerweile alle gelernt, wie wir den Schwanz am besten halten müssen, damit das nicht passiert. Und Brownie wird das sicher auch noch lernen. Da bin ich zuversichtlich.

Gut gefällt uns, dass der Durchgang schön groß ist. Da können wir bequem durchschlüpfen. In vielen Rezensionen zu den verschiedenen Katzenklappen habe ich gelesen, dass die Klappen beim Zufallen recht laut sind. Das ist bei der Cat Mate nicht der Fall. Oft kriegen wir gar nicht mit, wenn einer der Anderen durchgeht und wundern uns dann, wenn er auf einmal wieder reinkommt.

Katzenklappe von außenDie Katzen sitzen draußen vor der Klappe

Lohnt sich der Einbau einer Katzenklappe?

Auf jeden Fall. Wir sind mit unserer Katzenklappe zu 100% zufrieden und würden nicht mehr drauf verzichten wollen. Auch unsere Lieblingsmenschen sind froh, dass sie uns nicht mehr ständig die Tür bzw. das Fenster aufmachen müssen. Ihr wisst ja, wir Katzen sitzen immer auf der falschen Seite der Tür, so dass die Katzenklappe gerade im Winter eine echte Erleichterung ist.

Man verbindet Katzenklappen leider immer nur mit Freigängern. Aber auch für uns Wohnungskatzen mit gesichertem Balkon/Terrasse/Garten ist so eine Katzenklappe ein großer Gewinn an Lebensqualität. Wir würden uns auf jeden Fall jederzeit wieder eine Katzenklappe einbauen lassen.

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Von |2016-11-18T16:37:26+02:0018.November.2016|Kategorien: Einrichtungstipps|Schlagwörter: , |6 Kommentare


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Autor:

Yuki
Yuki lebt seit 2011 in der Katzen-WG. Vorher lebte er in Nordspanien, kam aber zu Ramses' Unterstützung an den Niederrhein. Seine Themenschwerpunkte sind Sport und Freizeit. Er verblüfft aber auch immer wieder durch sein breites Allgemeinwissen, welches er in der Kategorie 'Ist es wahr, dass ..' zum Besten gibt. Erreichen könnt ihr Yuki unter yuki (at) schnurrinchen.de.

6 Comments

  1. Avatar
    Anonymous 20. November 2016 um 15:01 Uhr - Antworten

    Hihi, zwei Fliegen mit einer Katzenklappe ?

  2. Avatar
    Diana von den Blogkatzen 21. November 2016 um 21:27 Uhr - Antworten

    Hey Ihr Lieben, da können wir nur zustimmen- haben auch eine Katzenklappe für unsere Wohnungstiger raus auf den Balkon und wollen sie nicht mehr missen. Es ist wirklich angenehm, gerade winters nicht mehr ständig Türöffner- bzw. steher spielen zu müssen ;). Ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr erinnern, welches Modell wir gekauft haben- die Auswahl war einfach riesig. Aber haben nun auch ein größeres mit Magnetverschluss, daher kennen wir die Probleme nur zu gut mit der Schwergängigkeit. War ein harter Brocken, das unseren Fellnasen beizubringen. Im Sommer ging es, da immer ein Hocker da stand zum offen halten, im Winter mussten wir dann zwangsläufig trainieren ;). Einer hatte es schnell raus, der andere brauchte ewig und viel clickern ;). Jetzt hat er seine ganz eigenen Öffnungstechnik- aber es funktioniert XD. Liebe Grüße- die Blogkatzen & Diana

    • Yuki
      Yuki 24. November 2016 um 17:17 Uhr - Antworten

      Wir vier haben auch alle unsere eigene Öffnungstechnik. Das sieht mitunter ganz lustig aus. *lol*

      Ich finde es interessant, dass ihr das Öffnen mit dem Clicker trainiert habt. Daran haben wir gar nicht gedacht, dabei haben wir mit dem Clickern auch schon ein paar Erfahrungen gemacht. Habt ihr auf eurem Blog beschrieben, wie ihr da genau vorgegangen seid?

  3. Avatar
    Diana 22. Dezember 2016 um 22:08 Uhr - Antworten

    Hi Yuki, entschuldige die späte Antwort- im Weihnachtstrubel wissen wir garnicht, wo uns der Kopf steht, da ist die Antwort wohl untergegangen :(.

    Ja, aber Hauptsache es funktioniert :D.

    Wir arbeiten sehr gern mit clickern- Extra- Leckerchen gehen halt einfach immer ;). Ein Beitrag dazu ist auf jeden Fall in der Pipeline und kommt Anfang des neuen Jahres. Darin wollen wir dann beschreiben, wie wir gearbeitet haben :).

    • Yuki
      Yuki 5. Januar 2017 um 18:06 Uhr - Antworten

      Auf den Beitrag sind wir sehr gespannt. Vielleicht können wir da noch etwas für unser Clickertraining dazu lernen

  4. Avatar
    Martin 22. Mai 2019 um 7:38 Uhr - Antworten

    Danke für diesen hilfreichen Beitrag. Wir werden jetzt auch eine Katzenklappe mit der Sandwichplatte verbauen. Aber darüber noch etwas Glas lassen.

    Leider ist der Bereich der Katzenklappe etwa 20cm über dem Boden… wir überlegen schon eine Art „Ramp“ oder „Treppe“ für die Katze zu bauen, da sie die (vor allem anfangs noch fremde) Klappe bestimmt nicht mit einem „Sprung“ benutzen wird.

    Ratschläge was besser wäre? Rampe oder Treppe? Würde das wohl aus Holz bauen und mit Stoff beziehen… ist direkt ein Fußabtreter 😉

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