Tierschutzverein Meerbusch

Heute möchte ich euch mal wieder einen Tierschutzverein vorstellen, der hier in unserer Nähe arbeitet, den Tierschutzverein Meerbusch. Mir liegt der Verein besonders am Herzen, weil die liebe Frau, die mich bei meiner Ankunft in Deutschland für ein paar Wochen liebevoll versorgt hat, für den Verein tätig ist. Zurzeit betreut sie wieder einige Katzen als Pflegestelle, die eine neue WG suchen. Die werde ich euch am Ende des Beitrags auch noch vorstellen.

Der Verein

Aber zuerst möchte ich euch ein bisschen über den Verein erzählen. Der Tierschutzverein Meerbusch besteht zwar schon seit vielen Jahren. Im Jahr  2013 wurde der Verein allerdings beinahe aufgrund fehlenden Personals aufgelöst. Gott sei Dank fanden sich aber genug Menschen, die bereit waren, sich in Zukunft um das Wohl der Tiere in Meerbusch und Umgebung zu kümmern und so konnte der Verein gerettet werden.

Der Verein ist in Meerbusch für alle Belange zuständig, die mit Tieren zu tun haben. So kann man sich z.B. melden, wenn man ausgesetzte Tiere findet. Sie werden vom Verein in Pflegestellen aufgenommen und medizinisch versorgt. Wenn sich der Besitzer nicht ermitteln lässt, kümmert sich der Verein auch um die Vermittlung in ein neues Zuhause.

Obwohl der Verein sich eigentlich um alle Tierarten kümmert, liegt der Schwerpunkt ganz klar auf der Katzenhilfe. Weil es dafür einfach die meiste Arbeit gibt. Wie überall, gibt es auch in Meerbusch viele verwilderte Katzen. Für diese betreibt der Verein insgesamt sieben Futterstellen. Dort werden auf privaten Grundstücken diese verwilderte Katzen mit ausreichend Futter versorgt und können, wenn sie ein bisschen Vertrauen zu den Tierschützern gefasst haben, auch medizinisch betreut werden. Aber das ist noch nicht alles. Der Verein sorgt auch dafür, dass die Tiere kastriert werden, damit auf Dauer der Bestand verringert werden kann.

Heim für Tiere

Im Normalfall werden die Katzen an Ort und Stelle versorgt. Wenn aber eine der Katzen krank wird oder man viele Kitten dort findet, dann werden diese mitgenommen, um sich besser um das Wohlergehen kümmern zu können.

Im Jahr 2014 hat der Verein für diesen Zweck eine kleine Wohnung in Osterath angemietet. Dort können auf ca. 70qm die Tiere versorgt und wieder aufgepeppelt werden. Die Tiere bleiben bis zur Vermittlung in der Wohnung. Mehrmals am Tag kommt ein Helfer und kümmert sich um alles in der Wohnung. Dabei wird nicht nur an die Fütterung gedacht, sondern es gibt natürlich auch genug Streicheleinheiten für die Tiere. Regelmäßig geputzt wird die Wohnung selbstverständlich auch.

Da die Wohnung nicht groß genug ist, um alle vom Verein betreuten Tiere aufzunehmen, arbeitet der Verein auch mit Pflegestellen zusammen. Auf diesen Pflegestellen leben die Tiere direkt bei den Betreuern zuhause und sind somit bestens versorgt.

Helfer gesucht

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass all das ganz schön viel Arbeit ist. Ich hatte ja schon zu Beginn geschrieben, dass der Verein vor ein paar Jahren fast wegen Personalmangels aufgelöst werden musste. Das konnte zwar verhindert werden, aber es werden immer noch zusätzliche, zuverlässige Helfer gesucht, um die Belastung auf mehrere Schultern verteilen zu können. Denn es muss sich ja nicht nur regelmäßig jemand in der Wohnung um alles kümmern, sondern die Futterstellen müssen betreut, kranke Pflegekatzen versorgt und Fangaktionen organisiert und durchgeführt werden.

Falls ihr in der Nähe wohnt und Lust habt, den Verein zu unterstützen, freuen sich die Mitarbeiter über eure Kontaktaufnahme. Die Telefonnummer bzw. E-Mail-Adresse findet ihr auf der Internetseite des Vereins: http://www.tierschutzmeerbusch.de

WG gesucht

Über den Tierschutzverein wird auch das Pärchen Molli und Ronja vermittelt. Selber möchte ich gar nicht so viel zu den Beiden schreiben, sondern lasse lieber die Person sprechen, die sich seit ein paar Monaten liebevoll um das Pärchen kümmert:

„Molli hatte in ihrem Leben schon viel Pech. Hochschwanger musste sie sich mit ca. acht Monaten ein neues Zuhause suchen. Sie fand eine nette Dame, bei der sie aufgenommen wurde und wo sie ihre Babys zur Welt brachte. Dort hatte sie glückliche acht Monate, bis ihr Frauchen verstarb und sie mit ihren drei Jungen in die Obhut des Tierschutzvereins Meerbusch gelangte.

Schon als ganz junges Kätzchen hatte sich Molli mit Katzenschnupfen infiziert. Dieses Virus schlummert in ihr und kann bei Stress ausbrechen. Der Verlust ihres Heimes bereitete ihr so viel Stress, dass sie zunächst einmal schwer erkrankte.

Jetzt hat sie sich wieder gefangen, ist ein aufgeschlossenes, fröhliches Kätzchen, das nun ein neues Zuhause für immer sucht.

Molli ist eine wunderschöne, zierliche Schildpattdame, ca. 18 Monate alt und von ihrem Verhalten her eigentlich eine sogenannte „Anfängerkatze“.

Sie ist unkompliziert – ohne Starallüren –, geht auf jeden Menschen freundlich zu, findet immer den Weg zu ihrem stillen Örtchen und kann sogar mit einem netten Hund vergesellschaftet werden. Nicht einmal ein Staubsauger bringt sie aus der Ruhe …

Durch ihren latenten Katzenschnupfen, der jederzeit wieder ausbrechen kann, benötigt Molli einen Menschen, der stets ein Auge auf ihre Gesundheit hat und ihr ein stabiles, stressarmes und liebevolles Zuhause bieten kann. Dieser Mensch sollte sich nicht an einem immer tränenden Auge stören – das tut Molly selbst nicht – und auch akzeptieren, dass ihr Geruchssinn eingeschränkt ist.

Zu ihrem perfekten Glück hätte sie gerne ein Stück Freiheit – sie braucht zumindest begrenzten Freigang bzw. einen vernetzten Balkon – und idealerweise noch ihre Tochter Ronja.

Ronja ist ein völlig gesundes, zierliches, schwarzes Katzenmädchen, zehn Monate jung und ebenso aufgeschlossen und unkompliziert wie ihre Mutter. Sie ist – wie alle Katzen – sehr neugierig und möchte ihren Menschen am liebsten den ganzen Tag begleiten. Sie hilft gerne im Haushalt und bei der Gartenarbeit.

Zusammen sind sie ein echtes „Dreamteam“. Beide Katzen sind kastriert, geimpft und gechippt.“

Eine traurige Geschichte, oder? Ein tränendes Auge schränkt übrigens wirklich gar nicht ein. Ich habe dasselbe Problem wie Molli (einen zugewachsenen Tränenkanal) und merke das mittlerweile nicht mal mehr.

Bei Interesse an Molli und Ronja könnt ihr euch direkt an den Tierschutzverein Meerbusch wenden. Wenn ihr mir eine Nachricht schickt, leite ich das aber auch gerne weiter.

Und hier noch ein paar Fotos von den Beiden:

Molly und Ronja

Ronja und Molly

Ronja

Von |2018-05-27T14:44:15+02:0028.Juli.2016|Kategorien: Tierschutzvereine|Schlagwörter: , |2 Kommentare


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Autor:

Brownie
Brownie lebt seit 2010 mit in der Katzen-WG. Sie schreibt über allgemeine Themen, sowie ihre Revolutionsgruppe 'Ramses? Nein, danke!' Erreichen könnt ihr Brownie unter brownie (at) schnurrinchen.de

2 Comments

  1. Avatar
    Hartmut Richard 9. Mai 2018 um 13:05 Uhr - Antworten

    Die Wohnung wurde dem Tierschutzverein nicht von der Stadt zur Verfügung gestellt, sondern der Verein hat die Wohnung auf eigene Kosten angemietet.

    • Brownie
      Brownie 27. Mai 2018 um 14:40 Uhr - Antworten

      Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe den Beitrag angepasst.

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