Ahoi, liebe Leser!
Wieder einmal ist es Zeit für den Test einer DIY Anleitung für eine neue hochkarätige Schlafmöglichkeit für uns Katzen. Und wie ihr an der Überschrift schon seht, kommt mein maritimer Gruß an euch nicht von ungefähr. Denn heute wagen wir uns hinaus aufs offene Meer und nähen uns ein echtes Böötchen. Ich habe ja schon immer davon geträumt, an Bord der MS Brownie über die Ozeane zu schippern… Hach, ich kann die salzige Luft schon riechen. Herrlich. Doch halt, vorher kommt die Arbeit. Also, alle Mann an Deck und ran an die Schere!

Brownie im Böötchen

Anleitung und Material

Die Anleitung für das Böötchen haben wir beim Stöbern im Internet gefunden, und zwar im Online-Shop von Mikamako. Sie ist nicht kostenlos, wie die anderen Anleitungen, die wir bisher getestet haben. Auf den ersten Blick sieht sie vielleicht auch etwas teuer aus, aber ich kann euch jetzt schon verraten, dass sich der Kauf auf jeden Fall lohnt.

Je nach Größe benötigt ihr unterschiedlich viel Material. Wir haben uns für die Größe M entschieden. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, würde für uns Katzen aber auch eine Nummer kleiner ausreichen. Außer natürlich, ihr gehört zu den großen Katzenrassen, wie z.B. Maine Coon. Für die ist die Größe M genau richtig.

Wie viel und welches Material für welche Größe benötigt wird, ist in der Anleitung genau beschrieben. Auf den hinteren Seiten findet man dort auch ganz viele Bilder von bereits fertig genähten Böötchen, die man super als Inspiration benutzen kann.

Das Schnittmuster druckt ihr euch aus und klebt es passend zusammen (siehe Foto). Die Anleitung haben wir uns auch ausgedruckt. Das ist zwar nicht zwingend notwendig und benötigt viel Papier, war aber beim Nähen deutlich praktischer als immer auf den Bildschirm schauen zu müssen.

Alles zusammen gerechnet (Anleitung, Stoff, Füllung und sonstiges Material) benötigt ihr für das Böötchen in Größe M 50-60 Euro.

Das Nähen

Bevor ihr mit dem Nähen beginnt, solltet ihr euch erstmal die komplette Anleitung durchlesen, damit ihr ungefähr wisst, was auf euch zukommt. Die Anleitung ist aus unserer Sicht auch für Nähanfänger geeignet. Es gibt einige etwas kniffligere Stellen, wie z.B. das Nähen des Bodens. Das ist aber in der Anleitung alles sehr detailliert beschrieben, so dass man auch diese Stellen mit etwas Geduld gut hinbekommt.

Wir haben beim Nähen mit dem Innenkissen angefangen. Das ist zwar in der Anleitung erst ganz am Ende beschrieben. Aber es ist relativ einfach und schnell genäht und man hat bereits ein kleines Erfolgserlebnis, bevor man sich an den komplizierteren Teil macht. 🙂

Nähen des Böötchens

Die Füllung wird separat genäht und nachher in das fertige Böötchen reingesteckt. Um die beiden Öffnungen, durch welche die Füllung später in das Böötchen kommt, zu schließen, wird am Boden Klettband eingenäht. Manche Nähmaschinen haben mit dem Nähen von Klettband leider Probleme. Da müsst ihr ausprobieren, ob eure Maschine es hinbekommt. Wir haben nachher aufgegeben und das Klettband mit der Hand angenäht. (An den Weihnachtsmann haben wir danach direkt den Wunsch nach einer besseren Nähmaschine geschickt. Drückt uns die Daumen. 🙂 ) Es gibt zwar auch Klettband zum Kleben. Das hält aber einem ordentlichen Seegang (sprich: der Waschmaschine) leider nicht stand. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als es doch irgendwie anzunähen.

Der Zeitbedarf variiert natürlich, je nachdem wie gut eure Nähkenntnisse sind. Ihr solltet ihn aber auch als Nähprofis nicht unterschätzen. Alleine das Zusammenkleben des Schnittmusters und das anschließende Ausschneiden der vielen Stoffteile nimmt viel Zeit in Anspruch. Wir haben ungefähr sieben bis acht Stunden gebraucht.

Yuki im Böötchen

Fazit

Die Herstellung des Böötchens ist nicht günstig und benötigt relativ viel Zeit. Aus unserer Sicht ist das aber eine Investition, die sich wirklich lohnt. Das Böötchen ist ein wunderschönes Katzenbett und wahnsinnig bequem. Von uns liegt mittlerweile fast immer einer drin. Der Beweis dafür sind oben auf dem Foto vom schlafenden Yuki die vielen Katzenhaare, die wir auf unseren Seereisen mit dem Böötchen dort schon hinterlassen haben. 🙂

Die Anleitung ist sehr gut und detailliert beschrieben und daher auch für Nähanfänger mit etwas Geduld gut geeignet. Besonders gut gefällt uns an dem Schnitt, dass die Füllung separat genäht wird. Denn manchmal werden selbst wir Katzen seekrank und kotzen versehentlich in das Böötchen hinein. Ist Quietschie schon passiert. Unmöglich, oder? Vor allem, da ich sie gerade rausschmeißen und mich selber reinlegen wollte. Von daher war es gut, dass unser Personal die Füllung schnell rausnehmen und den Rest in die Waschmaschine packen konnte.

Wenn ihr nun Lust bekommen habt, ebenfalls in See zu stechen und das Böötchen zu nähen (oder es gar schon selber genäht habt), schickt uns doch gerne Fotos von euren Ergebnissen. Wir veröffentlichen sie dann hier im Blogbeitrag.

Bis dahin muss ich mich erstmal vom anstrengenden Schreiben erholen und werde es mir jetzt im Böötchen gemütlich machen.

Brownie im Böötchen

Yuki im Böötchen